15.03.2026Profis

Nach 11 Jahren: Sieg in Salzburg

Eine Woche nach dem 1:0-Heimsieg gegen den FC Salzburg kam es beim heutigen Meistergruppenauftakt gleich zum Wiedersehen mit den Roten Bullen. In Wals-Siezenheim wollte die Mannschaft von Cheftrainer Johannes Hoff Thorup unbedingt Zählbares mitnehmen, um die oberen Tabellenplätze nicht aus den Augen zu verlieren und mit einem guten Gefühl in den Finaldurchgang zu starten. Aus personeller Sicht rutschten im Vergleich zu letzter Woche Jakob Schöller, Romeo Amane und Bendi Bolla in die Start-11. Am Ende des heutigen Tages ging das positive Vorhaben schlussendlich vollends auf: Nach elf Jahren konnten wir endlich wieder drei Punkte aus Salzburg mitnehmen!

Spannendes Duell auf Augenhöhe

Unser Auftreten ließ sich bereits in der Anfangsphase sehen: Bissige Rapidler, die mit gutem Kombinationsspiel aufzeigten, machten Lust auf mehr. Gleich nach zwei Minuten prüfte Niki Wurmbrand Alexander Schlager mit einem Abschluss, jedoch ohne Erfolg. Auf der Gegenseite bewies Nenad Cvetković auch heute wieder Nerven aus Stahl und kratzte einen Ball mühelos von der Linie (4.). Die nächsten zwanzig Minuten lagen deutlich in unserer Hand, der Ball lief gut in den eigenen Reihen, nur in die Gefahrenzone schafften wir es nicht. Die nächste Großchance gehörte somit den Salzburgern, die nach und nach mehr ins Spiel fanden: Zunächst klärte erneut Nenad Cvetković auf der Linie, dann entschärfte Niki Hedl erfolgreich das Spielgerät (26.). Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff jubelten unsere mitgereisten Fans dann fast aus dem Nichts über die Führung, denn nach einer Ecke von Kapitän Matthias Seidl hämmerte Jakob Schöller die Kugel zwar eiskalt ins Netz, doch aufgrund eines vermeintlichen Handspiels zählte der Treffer leider nicht (39.). Die Salzburger drückten dann noch auf den Führungstreffer, der ihnen glücklicherweise nicht gelingen wollte. So gings mit dem gerechten Unentschieden in die Kabinen.  

Die Jubeltraube nach dem Siegestreffer von Kapitän Matthias Seidl! © GEPA

Belohnung in Überzahl

Der zweite Durchgang startete mit viel Tempo auf beiden Seiten. Nach einem unglücklichen Schritt musste Lukas Grgić leider angeschlagen vom Feld, ebenso war für Jakob Schöller Schluss – sie wurden durch Petter Nosa Dahl und Ange Ahoussou ersetzt (53.). Unsere frisch eingewechselte Nummer 10 verbuchte dann auch gleich den ersten Abschluss: Nach Hereingabe von Andi Weimann zielte Petter Nosa Dahl aufs kurze Eck, der Ball wurde jedoch zur Ecke geklärt (56.). Nur wenige Augenblicke später kratzte dann Andi Weimann den Staub vom Aluminium, nach einer scharfen platzierten Flanke von Jannes Horn traf Weimann per Kopf leider nur die Stange (59.). Und auch Niki Wurmbrand war am Führungstreffer dran, scheiterte im letzten Moment am Salzburger Keeper (60.).

Die Marschrichtung ging weiter nach vorne, ehe ein Ball in die Tiefe das Spiel in eine spannende Richtung lenkte: Petter Nosa Dahl zündete den Turbo und konnte nur noch mit einem Foul von Joane Gadou gestoppt werden – so gings für die Salzburger nach einer roten Karte in Unterzahl weiter (67.). Und es kam noch besser: Den daraus resultierenden Freistoß hämmerte Kapitän Matthias Seidl abgefälscht und daher unhaltbar in die Maschen, 1:0 (69.)! Pünktlich zur Rapidviertelstunde zappelte der Ball erneut im Netz, der Treffer von Andi Weimann zählte aber aufgrund seiner Abseitsposition nicht (75.). Für die Schlussphase durften auch noch Tobias Gulliksen und Janis Antiste statt Niki Wurmbrand und Andi Weimann aufs Feld (83.), Tobias Børkeeiet kam ebenso noch für Romeo Amane ins Spiel (90.+3). Doch auch eine nervenaufreibende Nachspielzeit änderte dank einer bärenstarken Parade von Niki Hedl (90.+4) nichts mehr am Spielstand: Auswärtssieg!

Durchatmen, liebe Rapidlerinnen und Rapidler, das war definitiv ein gelungener Auftakt in die Meistergruppe. Und übrigens: Serien sind da, um gebrochen zu werden – drei Punkte gabs für unsere Mannschaft in Salzburg zuletzt 2015, und heute!

Fotos: GEPA

ADMIRAL Bundesliga | 23. Runde | RB Arena

Tor: Seidl (69.)

Sonstiges: Gadou (67./Rot)

Rapid-11: Hedl; Raux-Yao, Cvetković, Schöller (53. Ahoussou), Horn, Amane (90.+3 Børkeeiet), Grgić (53. Dahl), Bolla, Seidl ©, Weimann (83. Antiste), Wurmbrand (83. Gulliksen)

Ersatz: Gartler, Kara, Dahl, Børkeeiet, Gulliksen, Ahoussou, Gröller, Demir F., Antiste

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