08.03.2026Profis

Sieg dank Willensleistung

Zur 22. Runde der ADMIRAL Bundesliga bekamen die Rapidler heute Besuch aus Salzburg und hatten damit eine Monsteraufgabe vor der Brust: Gegen den Spitzenreiter ging es im letzten Versuch um das Ticket für die Meistergruppe. Um das zu erreichen, schickte der Chefcoach heute Lukas Grgic für den gesperrten Romeo Amane auf’s Feld. Außerdem stand Janis Antiste erstmals wieder von Beginn an auf dem Feld – Bendeguz Bolla musste hingegen leicht angeschlagen passen.

Nach 90 spannenden Minuten war klar: Die Aufgabe war gelöst. Mit einem 1:0-Heimsieg dank eines Treffers von Janis Antiste qualifizieren wir uns für die Meistergruppe. 

Zwischen VAR und Jubel

Den Willen sah man von Beginn an – es war klar, heute war etwas möglich. Eine erste Salzburger Offensivwelle konnte zunächst von Niklas Hedl stark pariert und mit etwas Glück von der Hintermannschaft unterbunden werden (9.). Auch in weiterer Folge blieben die Gäste aktiver und hatten mehr Aktionen vor dem grün-weißen Tor. Bitter war dann, dass der starke Daniel Nunoo verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Tobias Gulliksen (22.).

Dann die 28. Minute: Matti Seidl legte sich den Ball zum Freistoß nach einem Foul an Niki Wurmbrand zurecht und chippte perfekt auf Ange Ahoussou – der dann zum vermeintlichen Führungstreffer einköpfte. Der VAR griff jedoch ein und entschied auf Abseits. Den Schwung konnten wir aber trotzdem mitnehmen. Kurz darauf brachte Andreas Weimann mit einem langen Pass Tobias Gulliksen in Strafraumnähe, der direkt für Janis Antiste aufspielte. Dann stand es – diesmal wirklich – 1:0 für Rapid (38.). Mit diesem Spielstand ging auch die erste Halbzeit zu Ende. 

Der Moment des Führungstreffers von Janis Antiste.

Fokus auf die Defensive

Nach dem Seitenwechsel rutschte den 14.570 Fans erstmal das Herz in die Hose: Damir Redzic stand nach einem Pass in die Tiefe alleine vor Niklas Hedl, schoss glücklicherweise aber über das Tor (50.). Generell erwischten die Mozartstädter den besseren Start in den zweiten Durchgang. Es sollte weitere zehn Minuten dauern, bis unsere Hütteldorfer nennenswert in die gegnerische Hälfte vorstoßen konnten. Nenad Cvetkovic dribbelte von der Mittellinie bis an den 20er, wo sein Zuspiel auf Niki Wurmbrand vom Gegenspieler unterbunden wurde. Für den Flügelspieler war dann in der 70. Spielminute Schluss. Gemeinsam mit Janis Antiste wurde er ersetzt durch Petter Nosa Dahl und Tobias Borkeeiet. In weiterer Folge konzentrierten sich die tief stehenden Rapidler vor allem auf die Defensivarbeit. Unterbrochen wurde diese nur vereinzelt mit Kontern, die aber nie zu Ende gespielt werden konnten. Auch für Andi Weimann und Jannes Horn war nach 80 Minuten Schluss – Ercan Kara und Amin Gröller kamen rein.

Die Nachspielzeit war nichts für schwache Nerven. Nach einem Eckball der Salzburger zappelte der Ball plötzlich im Tor. Dann der VAR-Check: Abseits! Das Tor zählte nicht. Und dann der erlösende Schlusspfiff – mit einer Willensleistung siegten wir mit 1:0 gegen den Tabellenführer und sicherten uns das Ticket für die Meistergruppe!

Fotos: GEPA

ADMIRAL Bundesliga | 22. Runde | Allianz Stadion

Tore: Antiste (38.)

Rapid-11: Hedl; Raux-Yao; Grgic; Wurmbrand ((70. Borkeeiet); Seidl ©; Ahoussou; Weimann (80. Kara); Horn (80. Gröller); Nunoo (22. Gulliksen); Cvetkovic; Antiste (70. Dahl)

Ersatz: Gartler; Kara; Dahl; Borkeeiet; Gulliksen; Demir; Haidara; Gröller; Demir F.

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